Kein Fingerabdruck
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| Foto von Liana S auf Unsplash |
Was bleibt ?
Das gute am arbeiten ist, das die privaten Probleme in den Hintergrund treten. Meistens jedenfalls. Heute ist der 17. Februar 2026. Die Arbeit war mühsam und leicht wie immer. Seit meinem Bandscheibenvorfall lebe ich mit Schmerzen und noch viel länger mit dem Feierabendalkohol.
Heute aber ohne Alkohol. Es ist 21.43h, ich habe gegessen. Das Geschirr werde ich morgen abwaschen. Als Raucher und Alkoholiker, weiss ich nicht wieviel Zeit mir noch bleibt. Erst recht nicht, wenn man bedenkt das ich 58 Jahre zähle.
Alles ist vergänglich
Wenn ich morgen also nicht mehr aufwachen sollte, Gott wäre das ein gnädiger Tod,
was bleibt ? Klar ist alles vergänglich. Aber hat man nicht instinktiv den Wunsch irgendetwas
von Bedeutung zu hinterlassen ? Kinder vielleicht ? Ich bin unverheiratet und kinderlos.
Freunde die die Erinnerung an einen wach halten ? Ich mach mir da nichts vor. Ich habe keine engen Freunde, bin wahrscheinlich auch nicht in der Lage enge Freundschaften zu pflegen.
Geld ? Ich bin nicht wohlhabend und werde es wahrscheinlich auch nicht mehr werden.
Verwandte ? Ja, ich habe einen Bruder. Ein lieber Mensch. Aber er weiss nichts von meinen Problemen. Ich möchte nicht den Kummer in seinen Augen sehen, wenn er davon erführe.
Er hat eine gute Meinung von mir. Das erinnert mich immer wieder daran, das ich nicht immer so war, wie ich heute bin.
Alles ist vergänglich, ja. Alles hat ein Ende. Ich glaube daran das man nie total unverdient dort im Leben steht, wo man gerade ist. Ich versuche mein selbst erschaffenes Kreuz zu tragen.
Dann hat es doch etwas tröstliches, das alles einmal zu einem Ende kommt. Früher oder später.

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