Eine Fahrstuhlgeschichte

 

Fahrstuhl
Foto von Bruno Kelzer auf Unsplash

Einleitung

Diese Geschichte ist frei erfunden und beinhaltet kein Ende. Es steht allen frei sich ein Ende auszudenken.

Die Fahrstuhl Befragung

Ein kleiner Raum mit Tisch. Zwei Männer sitzen sich gegenüber.

Großer schwerer Mann: " Mein Name ist Heinz Keller. Ich bin der ermittelnde Beamte in ihrem Fall. 

Der andere Mann war eher schmächtig, glattrasiert mit Kurzhaarfrisur. Er hat die Hände unter dem Tisch, während Heinz Keller die selbigen flach auf den Tisch gelegt hatte.

Heinz Keller: " Ihre Personalien kenne ich. Kevin Saurer. 20 Jahre alt, arbeitslos, nicht vorbestraft.
                         Wohnhaft in der Sebingerstrasse. Soweit alles korrekt ?"

Kevin wirkte ruhig, den Blick gesenkt. 

Kevin Saurer: "Ja korrekt. Aber bin ich festgenommen ?. Es ist mir nicht wirklich klar wieso ich hier bin.
                         Und...kann ich etwas zu trinken haben bitte. Keinen Kaffee wenn's geht."

Keller trug einen schwarzen Anzug, weißes Hemd und keine Krawatte. Man könnte ihn auf über 50 schätzen. 

Heinz Keller: "Na ja, gestern sind sie hier auf dem Amt aufgetaucht mit einer so verrückten Geschichte. 
                        Die Kollegen nahmen an sie wären auf Drogen. Darum haben sie entschieden sie über
                        Nacht hierzubehalten."

Keller machte eine Pause. Kontrollierte das Handy das er aus der Hosentasche zog, um es sofort wieder zu verstauen.

Heinz Keller: " Cola, Orangen Soda oder Mineralwasser. Fast wie in einem Restaurant. Was darfs sein ?"

Keller lächelte dabei. Nicht süffisant, sondern mit einer ehrlichen Freundlichkeit. 

Kevin Saurer: "Nur Wasser ist okey. Falls sie haben ohne Kohlensäure. Aber wenn sie nur mit haben,
                         halt das. "

Keller verliess den Raum und schloss die Tür hinter sich. Es dauerte fünf Minuten, dann war er zurück. 
Er stellte die Pet Flasche Wasser vor Kevin auf den Tisch. Dieser öffnete sie umgehend und nahm einen großen Schluck. Er hatte wohl wirklich Durst.

Heinz Keller: " Gestern haben sie von einem Fahrstuhl erzählt. Sie seien mitten in der Nacht aufgewacht
                         und in ihrem Wohnzimmer sei eine Fahrstuhlkabine gestanden...."

Kevin Saurer: " Ich weiss das klingt verrückt. Und wenn man bedenkt, ich wohne in einem
                          Einfamilienhaus. Ohne Kellergeschoss. Da braucht es keinen Fahrstuhl..."

Heinz Keller: " Der stand also da. Welche Uhrzeit war das ?"

Kevin Saurer: "Keine Ahnung. Habe nicht auf die Uhr geschaut. Aber durch die Fenster habe ich 
                         gesehen das es noch dunkel war draussen."

Das erste mal sah Kevin Saurer Keller direkt in die Augen. Keller seufzte und schloss die Augen. Er dachte nach, vermutete Kevin.

Heinz Keller: " Haben sie eine psychische Erkrankung, sind sie in Behandlung. Sry, ich muss das 
                         fragen ?"

Kevin Saurer: " Nein, ich habe nichts, bin nicht in Behandlung. Und...ich weiss durchaus wie verrückt 
                          sich meine Geschichte anhört."

Kevin war sichtbar verärgert. Sein rechtes Augenlid zuckte ein wenig.

Heinz Keller: "Also wenn wir jetzt zu Ihnen nach Hause gehen, finden wir diesen Fahrstuhl ?" 

Kevin Saurer: "Ja. Also ich vermute ja. Als ich wieder nach oben fuhr mit dem Fahrstuhl bin ich 
                         anschliessend sofort aus dem Haus gerannt. Ich war schockiert, verwirrt, ja, 
                         entsetzt."

Die letzten Worte flüsterte Kevin. Saurer und Keller sassen sich eine kurze Weile schweigend gegenüber.

Heinz Keller: " Wenn sie mir die Hausschlüssel geben, schicke ich einen Kollegen der das überprüft.
                         Sie müssen das aber freiwillig machen. Mit so einer Geschichte bekomme ich keinen
                         Hausdurchsuchungsbefehl. Und naja..sie sind nicht mal festgenommen. Es gibt noch 
                         keine Straftat. "

Kevin wühlte in seiner Hosentasche und übergab Keller einen Schlüsselbund.

Kevin Saurer: " Der grosse Schlüsse ist für die Haustüre"


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