Konsum ist böse oder nicht

Foto von Edvinas Balčiūnas auf Unsplash

Konsum

Wir kaufen alle irgendetwas. Früher oder später, öfters oder selten. Lebensmittel, Kleidung, immer wieder Dinge die wir eigentlich nicht unbedingt brauchen, aber wollen. Wir investieren Lebenszeit in Arbeit. Für diese Arbeit gibt es Geld. Selbst in Weltregionen die noch mit Tauschhandel funktionieren, müssen die Menschen zuerst Arbeit investieren um überhaupt etwas zum tauschen zu haben.
Der Anspruch das einem die Arbeit Spaß machen sollte, ist eine Erscheinung der Moderne. Wer Hunger verspürt, fragt nicht nach dem Spaßgehalt der Arbeit, die er zu verrichten hat. Oder würde ich lieber hungern, als mein Geld mit einem "miesen" Job zu verdienen ?
Wenn man genau hinschaut, verwenden wir einen grossteil unserer Lebenszeit darauf, überhaupt Leben zu können. Ist das ungerecht ? Ich denke nein. Es ist Natur. Vielleicht bin ich in diesem Punkt ein Sozialdarwinist. Ich denke alle Lebewesen auf diesem Planten müssen etwas tun um am Leben zu bleiben. Um leben zu können. 
Die Konsumgesellschaft ist also keine negative Entwicklung moderner Gesellschaften. Sie ist nur das Resultat der uralten Realität das wir unseren Lebensunterhalt nur durch Arbeit erwirtschaften können. Die allermeisten wenigsten. Ob man nun etwas herstellt oder eine Dienstleistung bereitstellt. Man wird für diese Arbeit nur dann bezahlt, wenn das Produkt der Arbeit von jemanden gekauft wird. Konsum hält die Welt am laufen.
Jetzt mag der Mensch Gesellschaftsmodelle ersinnen, die versuchen das Prinzip zu durchbrechen. Etwas neues an Stelle der Konsumgesellschaft zu stellen. Mir ist leider kein Modell bekannt, das auch nur annähernd realistisch Erfolg verspricht.

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